Dieses Prinzip der Zauberwelt Energie, nämlich daß man nur das verstehen, lernen und am Ende, verändern oder kontrollieren kann, was man liebt, steht im direkten Konflikt mit allem, was wir jemals in unseren staubigen Wissenschaftsbüchern gelesen haben.
Da steht immer drin, daß man grundsätzlich immer erst zerstören muss, draufschlagen, mit Schmerzen und Bestrafung Dinge erzwingen muss, mit Gewalt und mit der Brechstange rabiat gegen alles, was man haßt, vorzugehen.
Und das ist eine grausame Lüge, und es ist genau diese Lüge, die unsere originale Zauberwelt in eine lebende Hölle verwandelt hat.
Wenn man Dinge in der Zauberwelt haßt, ablehnt, verurteilt, schneidet man sich sofort davon ab.
Dann ist keine Verbindung mehr da, und egal, wieviel geschrien wird, passiert mit dem Originalen gar nichts. Da ist keine Verbindung, dadurch kann auch keine Veränderung geschehen, und alle richtige, reale und logische Macht und Kontrolle hört genau in dem Moment auf, zu existieren.
Das einzige, was in der Armutswelt aus Granit dann noch übrigbleibt, ist auf dem armen Körper herumzuprügeln.
Du bist hässlich, du bist zu schwach, du tust mir dauernd weh, du kommst zwischen mich und Gott, ich muß dich mehr schlagen, mehr bestrafen. Du verdienst es nicht, was Schönes zu erleben, oder zu essen. ERST sollst du mir gehorchen! Und wenn du dann tust, was ich will, vielleicht gebe ich dir dann eine kleine Belohnung ...
Wenn man so etwas mit einer Pflanze macht, wird einem der totale Wahnsinn einer solchen Einstellung richtig vor die Augen gesetzt.
Da ist eine kleine Blume im Topf, und sie welkt vor sich hin, weil sie nicht genug Wasser kriegt, der Topf ist viel zu klein, und außerdem steht sie noch im Dunkeln, wo es kalt ist, und zugig.
„Scheiß Blume! Wächst einfach nicht richtig! Du solltest sich was schämen. All die anderen Blumen sind dreimal so groß! Was sagen denn die anderen Leute, wenn sie so eine scheiß Blume sehen! Dir werde ich es zeigen! Von heute ab kriegst du nicht mehr einen einzigen Tropfen Wasser, bis du endlich gelernt hast, vernünftig zu wachsen, anständig stark dazustehen mit vorzeigbaren grünen Blättern, und mindestens einem halben Dutzend großen, freundlichen Blüten!„
Und das, meine sehr verehrten Damen und Herren, ist die Geschichte der Menschheit.
Mit dieser Einstellung geht es halt nicht mehr weiter.
Diese Einstellung bringt uns um, macht uns wahnsinnig, macht uns krank, kriminell und sehr, sehr gefährlich.
Wir müssen lernen, wenn wir uns selbst retten wollen, anders zu denken, uns anders zu verhalten, aber vor allen Dingen müssen wir lernen, uns ganz anders zu fühlen.
Es hat ja überhaupt keinen Zweck, sich vor den Topf zu stellen, in Tränen auszubrechen und Mitleid für die Blume zu haben. Oder, wie viele das sehr praktisch tun, einen schnellen Blick auf die Blume werfen und dann sofort los jagen, um den Gärtner tot zu schlagen. Mit seiner eigenen Schaufel.
„Du dreckiges Schwein! Du Psychopath! Ich werde es dir beibringen, die arme Blume so zu mißhandeln! Nun sag, daß es dir leid tut, sag, daß du die Blume liebst, und du sagst das besser aus vollem Herzen und mit einem Lächeln auf deiner häßlichen Fresse, sonst schlage ich dich tot!„
Hier ist eine Alternative, und die einzige Einstellung, die uns jetzt weiterhelfen kann.
Wir gehen zur Blume, und wir sehen sie genau an.
Wenn wir das tun, werden wir sehen, wie die neuen, kleinen Blätter noch gut sind, die Blume versucht ja, das bißchen Kraft, das noch fließt, da anzuwenden, wo es am meisten Gutes tut, wo es dem Überleben am meisten helfen kann.
Die Blume hat sich verzweifelt nach links gereckt, weil da das bißchen Licht herkommt. Sie hat nicht aufgegeben und weint auch nicht, sondern streckt sich, so gut sie es kann.
Das ist ein System, das Gott erschaffen hat, und man muss es einfach bewundern, muss es lieben, egal wie welk es auch ist, wie unschön es für die, die nicht wissen, wie man richtig SIEHT, erscheinen mag.
Du brauchst Licht. Du brauchst Wärme. Du brauchst Wasser, und du brauchst Raum, um deine Wurzeln auszustrecken, und Nahrung aus der Erde holen zu können.
Dir diese Dinge zu verschaffen, ist nichts mehr und nichts weniger, als genau das zu tun, wofür Gott dich geschaffen hat.
Dich, und alles andere hier, in unserer wirklichen, wahren Zauberwelt.