Das größte Problem, unsere Totalsysteme wirklich nahtlos funktionieren lassen zu können, liegt in Vorurteilen.
„Die Unsichtbaren Ebenen sind halt nicht wichtig zum Überleben, die stören nur, die sind nicht REAL."
Und auf der anderen Seite haben wir dann: alles, was hart ist, ist unheimlich wichtig, weil es da ums Überleben geht.
Zu träumen, zu denken oder mit sich selbst zu sprechen ist also schlecht, und hart auf den Feldern zu arbeiten ist gut.
Wenn man unsichtbare Freunde hat, heißt das, daß man so ein schlechter Mensch ist, daß man keine harten Freunde finden kann.
Immer wieder werden Manifestationen von den unsichtbaren Ebenen, oder jegliche Aktionen, die uns mehr über diese Ebenen erlernen lassen würden, abgelehnt, dämonisiert, unterdrückt und verboten.
Aber da die WIRKLICHE Realität aus Hartem UND aus Unsichtbarem besteht, kann man auf diese Art und Weise wirklich nie vorwärts kommen, nie die wirkliche Realität verstehen und sie nie in den Griff bekommen.
So ganz, ganz langsam schleicht sich dann heimlich und verschämt ein wenig Unsichtbares wieder ins Harte zurück – in einem vielstöckigen Bürogebäude, wo die Arbeiter dauernd mit Migränen und Depressionen krank werden, werden dann ein paar Motivationsposter an die blanken, grauen Wände gehängt. Den Arbeitern wird wieder „erlaubt„, ein paar Metaphern von zu Hause mitzubringen, und sich ein Bild der Familie oder einen Teddybären auf den Tisch zu setzen. Vielleicht dürfen sie sogar ihre eigenen Kleider tragen, und ein paar Pflanzen werden an strategischen Punkten hingestellt.
Und selbst mit so traurigen, einfachen, kleinen Verbeugungen an die Wirklichkeit der unsichtbaren Energiedimensionen wird die Produktivität besser, und man kann es richtig auf schwarz, rot und weiss zählen, daß die Krankentage fallen und die Produktivität ansteigt.
Aber das ist nicht genug. Das ist im Grunde genommen nicht mal ein richtiger Anfang, denn hier wird ja nur endlich mal was richtig gemacht, weil die harten Symptome der Menschen es erzwingen – nicht, weil man irgendwas wirklich gelernt hat, oder weil man die Ebenen wieder zusammenbringen will.
Die wirkliche Herausforderung an uns alle besteht darin, daß wir die lebenslange Gehirnwäsche selbst beenden müssen, und wirklich wieder anfangen, diesen unsichtbaren Ebenen und allen ihrer Botschafter GENAU DIE GLEICHE AUFMERKSAMKEIT zu schenken, und genau die gleiche WICHTIGKEIT zuzuordnen, die wir einem Kontoauszug oder einem Bündel Geld sofort geben würden.
Ein Alptraum ist ein rot, rot, roter Kontoauszug, der uns genau zeigt, daß wir vor einem Zusammenbruch eines Systems stehen.
Emotionen sind die Gerichtsvollzieher, die an die Tür trommeln, weil sie gekommen sind, unsere Fernseher abzuholen.
Psychosomatische Krankheiten sind die Kredithaie, die uns die Beine und den Kiefer brechen, weil wir nicht bezahlt haben.
Wir müssen absolut die Zeit finden, auf solche Nachrichten und Feedback-Ereignisse so schnell wie möglich zu reagieren.
Und das Prinzip ist, daß man über harte Probleme genau so lange nachdenkt, wie über Energieprobleme.
Also, wenn jemand Nachts wach liegt und eine halbe Stunde lang über Urlaub und Geld und die geplante neue Küche nachdenkt, dann muß er auch eine halbe Stunde lang über Gefühle, Träume und Kreatives nachdenken, sonst ist das nicht fair und die Ebenen sind nicht im Einklang.
Das ist ein schönes und einfaches Prinzip, denn das funktioniert ja auch genau anders herum.
Wenn jemand IMMER NUR über religiöse oder unsichtbare Dinge nachdenkt, dann muß so eine Person anfangen, die gleiche Aufmerksamkeit dem Harten zu widmen, und genauso oft und lange auch über harte Dinge nachzudenken, wie zum Beispiel Kontoauszüge und Fitnessprogramme.
Wenn man einen unsichtbaren Freund hat, sollte man auch einen harten Freund haben zur Balance; und auf diese Art und Weise fangen wir dann an, die Welt mit allen ihren Ebenen wieder ein wenig auszubalancieren.
Das ist ein Anfang.
Aber die wirkliche Aufgabe ist ja nicht, das Harte und das Unsichtbare der Reihe nach zu bedenken, sondern es zu schaffen, beide GLEICHZEITIG und ZUSAMMEN zu halten, zu sehen und zu verstehen.
Nur dann fängt man an, die Kausalitätsgesetze zu erkennen, die zwischen diesen Ebenen bestehen, die sie in Wirklichkeit verbinden, und die beide dann durcheinander vervollständigen.
Dann beginnt man, die wahre Zauberwelt wieder zu sehen, und dann hat man auch endlich wieder die Macht, diese Ursachen und Wirkungen für sich selbst, im eigenen Leben, auszuprobieren, damit zu spielen, um sie besser verstehen zu lernen.